PRIME: Die Technologie ist ein internationaler Standard und wird von einer großen Anzahl von Herstellern von Messsystemen und -geräten genutzt. Sie ist gut an die Parameter der physischen Datenübertragung angepasst, bietet eine hohe Datenübertragungsrate (bis zu 141 Kbit/s) und die Möglichkeit, das PLC-Netzwerk in Echtzeit zu überwachen.
Die Technologie verwendet eine baumartige Netzwerktopologie mit einem Basisknoten (Controller/Router/USPD) und Servicenodes (Zähler). Die Datenübertragung zwischen Servicenodes und Basisknoten erlaubt bis zu 1024 Wiederholungen, was eine ausreichend hohe Reichweite bietet. Servicenodes können im Terminalmodus oder im Switch-Modus arbeiten. Im Switch-Modus tauscht ein Node seine eigenen Daten sowie die Daten seiner Zweig-Zähler aus. Der Wechsel zwischen den Betriebsmodi erfolgt automatisch.
G3-PLC: Die Technologie ist ebenfalls ein internationaler offener Standard mit globaler Anwendbarkeit. Es wird eine Mesh-Netzwerktopologie verwendet. Im Vergleich zu PRIME ist die Datenübertragungsrate deutlich niedriger, bis zu 35 Kbps (CENELEC) / 128 Kbps (ARIB).
Der Vorteil des Standards liegt in der Fähigkeit, IPv6-Pakete ins Internet zu übertragen und mit verschiedenen Gerätetypen zu arbeiten, nicht nur mit Stromzählern.
Die typische Kommunikationsreichweite bei der Verwendung von PLC (ohne Relaying) beträgt etwa 100 m, maximal 400 m. Die Reichweite hängt von der Qualität des Stromnetzes (Vorhandensein von Verdrehungen, Mehrfachverbindungen usw.) und von Störungen ab. Die Reichweite ist praktisch unabhängig von der verwendeten Kommunikationstechnologie. Die kürzere Reichweite wird von alten Systemen erreicht, die größere Reichweite nur von Systemen, die in einem nicht standardmäßigen (verbotenen) Frequenzbereich oder mit Überschreitung der zulässigen Leistung betrieben werden.