Der Bedarf an Süßwasser weltweit steigt weiter, während die verfügbaren Ressourcen begrenzt bleiben. Bereits heute sind viele Länder mit Wasserknappheit konfrontiert, und in den kommenden Jahren wird der Druck auf die bestehenden Ressourcen weiter zunehmen. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen wird die weltweite Wassernachfrage bis 2050 im Vergleich zu dem im UN-Bericht von 2019 erfassten Niveau um 20–30 % steigen.
Non-Revenue Water, (NRW) umfasst physische Wasserverluste durch Leckagen und Schäden im Netz sowie kommerzielle Verluste, die durch Messfehler und unbefugten Verbrauch entstehen.
Beim traditionellen Ansatz werden viele Leckagen erst nach einem Schaden oder einer Störung oder nach einer Meldung durch einen Verbraucher erkannt. Dies erhöht die Zeit bis zur Erkennung des Problems und die Menge des verlorenen Wassers.
Intelligente Wasserzähler und Fernüberwachungssysteme ermöglichen es, Verbrauchsdaten ohne manuelle Ablesung zu erhalten. Die Analyse von Veränderungen im Verbrauch hilft dabei, Abweichungen zu erkennen, die auf eine Leckage oder eine Störung hindeuten können, und schneller auf den problematischen Bereich des Netzes aufmerksam zu werden.
Hinter jedem verlorenen Kubikmeter stehen Ressourcen, die das Versorgungsunternehmen bereits eingesetzt hat: Wassergewinnung und -förderung, Chemikalien zur Wasseraufbereitung, der Betrieb von Pumpanlagen und die Instandhaltung der Infrastruktur.
Daher können die tatsächlichen Kosten von Wasserverlusten für ein Versorgungsunternehmen deutlich höher sein als der Wassertarif selbst. In vielen Fällen ist es wirtschaftlicher, den Verlust von Wasser zu vermeiden, das bereits gewonnen und aufbereitet wurde, als die Produktionsmengen zu erhöhen und nach neuen Quellen zu suchen.
Deshalb ist die Reduzierung von NRW nicht nur eine technische, sondern auch eine wirtschaftliche Aufgabe.
ADDRA ermöglicht die dynamische Überwachung des Verbrauchs und die Erfassung von Veränderungen im Verbrauch, die bei herkömmlichen Messverfahren möglicherweise unbemerkt bleiben.
Dabei muss die Ursache des Problems nicht unbedingt im kommunalen Netz liegen. ADDRA hilft, ungewöhnliche Veränderungen im Verbrauch direkt beim Verbraucher zu erkennen, beispielsweise durch einen dauerhaft laufenden Spülkasten, einen undichten Wasserhahn oder eine andere verborgene Leckage innerhalb des internen Wasserversorgungssystems. Dadurch erhält das Versorgungsunternehmen ein zusätzliches Instrument zur Überwachung der Verluste, während der Verbraucher das Problem erkennen kann, bevor aus einer kleinen Leckage ein hoher Verbrauch und eine unerwartet hohe Rechnung entstehen.
Die Neuentwicklung von ADD GRUP kombiniert Zählerdaten mit Informationen, die von mehreren Sensoren erfasst werden. Dadurch lässt sich der Umfang der für die Analyse verfügbaren Daten erweitern und ein umfassenderes Bild über den Zustand des Wasserversorgungssystems erhalten.
ADD GRUP wird weitere Informationen über die Neuentwicklung, ihre Möglichkeiten und ihr Funktionsprinzip auf der Enlit Europe 2026 in Wien vorstellen.
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